Supporters Karlsruhe 1986 e.V.
Martin Löffler im Wochenblatt: "Ich hoffe, die Wende gelingt"
Als Vorsitzender der "Supporters" repräsentiert Martin Löffler mehr als 3.300 KSC-Fans. Der 47-jährige Bankkaufmann ist schon seit "ewigen Zeiten" Fan der Blau-Weißen. "Wochenblatt"-Mitarbeiter Volker Knopf unterhielt sich mit ihm über die aktuelle Situation.
???: Herr Löffler, wie ist die Stimmungslage bei den "Supporters" nach der desolatien Hinrunde als Tabellenletzter?
Martin Löffler: Die schwankt zwischen Hoffnungslosigkeit und Resignation. Ich bin allerdings "Dauer-Optimist". Ich hoffe, dass die Kehrtwende noch gelingt und alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden.
???: Gesetzt den Fall, dass dem KSC das bittere Los tifft und absteigt - wie würde es um das Fanklientel aussehen?
Löffler: Der KSC ist ein Traditionsverein und sicherlich würde es auch dort weiter gehen. Imerhin haben wir ein großes Einzugsgebiet. Auch in der 3.Liga wird Fußball gespielt. Dort gibt es ebenfalls reizvolle Derbys und neue Stadien, die man bereisen würde. Dann würden wir eben über die Dörfer ziehen, so wie wir es nach dem Abstieg in die Regionalliga getan haben. Aber so weit will ich jetzt noch nicht denken.
???: Was kann denn der Fan mit seinen beschränkten Möglichkeiten tun, damit es nicht so weit kommt?
Löffler: Letztes Jahr haben wir um dieselbe Zeit die Aktion "Pro KSC" gestartet. Aber derzeit sind viele zu enttäuscht. Wichtig ist ja, dass der Funke vom Rasen überspringt.
???: Wie ist denn die Fanarbeit beim KSC aufgestellt?
Löffler: Wir haben ja nach wie vor das Drei-Säulsen-Modell mit Fanbetreuung, Supporters und Fanprojekt. Karlsruhe ist zweifellos sehr gut aufgestellt. Das ist ja auch eine Form der Jugendarbeit, die sehr gut funktioniert.
???: Warum steht denn der Verein Ihrer Ansicht nach, wo er jetzt steht?
Löffler: Offensichtlich hat die Einkaufspolitik nicht gefruchtet. Mir wäre lieber, wenn man mehr auf die eigene Jugend setzt. Zudem wird der Verein zuweilen für persönliche Eitelkeiten genutzt. Ganz wichtig ist natürlich, dass alle an einem Strnag ziehen, um da unten raus zu kommen. Es geht ja nicht immer nur um Geld, sondern auch um veil ehrenamtliches Engagement. Schön wäre es, wenn man auch das Know-how der Mitglieder stärker einbeziehen würde.




