FUSSBALL MACHT SATT – UPDATE

Die erste Jahreshälfte 2021 ist bereits Geschichte. Zeit für uns, euch einmal wieder einmal zum Projekt „Fußball macht satt“ auf den neuesten Stand zu bringen. Bei diesem Projekt wirken wir – gemeinsam mit dem Fanprojekt, ULTRA1894, den offiziellen KSC-Fanclubs, sowie KSC Tut Gut – bereits von Anfang an mit großer Freude mit.
 
Mit dem Beginn der Pandemie, im März 2020, wurde „Fußball macht satt“ ins Leben gerufen. Zunächst war es in der für uns alle neuen Situation angedacht, kurzfristig die Not der wohnungslosen und bedürftigen Frauen und Familien in Karlsruhe zu lindern, nachdem Einrichtungen wie „Die Tafel“ aufgrund des Lockdowns schließen mussten. Schnell aber wurde uns klar, dass wir nachhaltig, auch über den ersten Lockdown hinaus, agieren und uns verantwortlich zeigen möchten. 

Neben den regelmäßigen Mahlzeiten, welche wir kontinuierlich, auch während der Schließung der Gastronomie, an drei Tagen die Woche ausfahren, unterstützen wir auch mit großer Freude immer wieder Einzelfälle, welche explizit und ganz konkret Hilfe benötigen. Dies allerdings wäre ohne EUCH gar nicht möglich!
 
Im Folgenden für euch ein Überblick darüber,  wo die Supporters Karlsruhe 1986 e.V. im ersten halben Jahr 2021 unterstützt haben.

Unterstützung einer in hilfsbedürftigen Familie. 

Kurz vor dem Jahreswechsel erreichte und eine ganz ganz tolle Nachricht: Marko Becker mit seiner Firma „Marko Becker Heizung-Sanitär-Solaranlagen“ in Pfinztal, sowie dessen Bruder, haben uns eine Spende von 1.000 EUR überreicht, welche wir bestmöglich einsetzen sollten. Nach Rücksprache mit der Einrichtungsleitung des TafF (Tagestreff für Frauen) wurde das Geld zu einem großen Teil an eine bedürftige Familie gespendet. Wir sind mehr als demütig und dankbar für diese Spende und bedanken uns auch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich und von Herzen dafür! Hier die Rückmeldung, welche wir im Nachhinein aus dem „Tagestreff für Frauen“ bekommen haben im Wortlaut:

Familie R. ist uns seit mehreren Jahren bekannt und sucht verschiedene Einrichtungen von Sozpädal, wie die Frauenberatungsstellen und den Tagestreff für Frauen auf. Frau R. ist Opfer von Menschenhandel in ihrem Herkunftsland gewesen. Vor einigen Jahren gelang ihr die Flucht und sie konnte ihren Sohn und ihre schwer behinderte Schwester mitnehmen. Nach langem Warten wurde ihr Antrag auf Asyl in Deutschland nun positiv entschieden und die Familie hat einen Aufenthaltstitel zunächst auf ein Jahr befristet bekommen. Dies ermöglichte ihnen auch aus der Gemeinschaftsunterkunft auszuziehen. Im Oktober konnte eine kleine Wohnung für die Familie gefunden werden und der Umzug stattfinden. Für die Einrichtung der Wohnung gab es etwas Geld vom Jobcenter, aber es konnte nicht alles darüber finanziert werden.
 
Frau R. hatte deshalb wochenlang nur eine sehr provisorische Küche. Dank Ihrer Spende konnte eine gebrauchte Einbauküche gekauft, geliefert und eingebaut werden. Die Familie ist nun in der neuen Wohnung sichtlich entspannt, da sie seit 2017 immer nur ein Zimmer in Gemeinschaftsunterkünften gemeinsam bewohnt hatten. Frau R. Kann nun erstmals seit vielen Jahren wieder Mahlzeiten selbst zubereiten, was sie auch ausgiebig tut. Sie hat eine Arbeit gefunden in einem Pflegeheim und wird im Herbst eine Ausbildung starten.
 
Im Namen der Familie danken wir Ihnen vielmals für Ihre großzügige Spende.

Familienunterstützung während Quarantäne.

Des Weiteren haben wir zwei Familien mit drei Kindern, welche coronabedingt in Quarantäne waren und somit eine gewisse Zeit nicht die ausgelieferten Mahlzeiten bekommen konnten, die Einkäufe während der Zeit der Quarantäne bezahlt.

Tickets für Tickets – „Gegengeradexpress“ im KVV für Bedürftige.

Außerdem, und dies war nur dank euch in diesem Umfang möglich, haben wir nicht zurückgezahlte Tickets vom ausgefallenen „Gegengerade Express“ nach Hannover in eine Spende umgewandelt. Ihr habt Tickets für den ausgefallenen Gegengeradexpress nach Hannover, im Gesamtwert von 2.200 EUR nicht zurückgefordert. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die uns diesen Betrag möglich gemacht haben. Vor allem in dieser Zeit ist es nicht selbstverständlich (und vor allem auch nicht jedem möglich), auf dieses Geld zu verzichten. 

Nach Austausch und Rücksprache mit der Einrichtung, haben wir uns darauf festgelegt, das Geld für KVV-Tickets zu verwenden, welche je nach Bedarf an die bedürftigen Frauen und Familien ausgegeben werden. Der KVV zeigte sich begeistert von der Idee und hat unsere, bzw. EURE Spende um weitere 500 EUR erhöht, sodass wir KVV-Tickets im Wert von 2.700 EUR an die Einrichtung übergeben konnten. DANKE an euch und an die KVV für diese Möglichkeit!

Ausblick – Wir bleiben dran. 

Wir werden euch auch in Zukunft immer wieder gerne über dieses Projekt auf dem Laufenden halten. Alle Beteiligten sind in sehr engem und regelmäßigen Austausch und wir haben sehr viele Ideen für die Zukunft. Der immer enger werdende Kontakt und damit das Bewusstsein für die Bedürftigkeit, motivieren uns immer wieder auf’s Neue, dieses Projekt nicht mit dem (möglichen) Ende der Pandemie aufzugeben. Wenn ihr Fragen dazu habt, sprecht uns jederzeit gerne an.