„RASSISMUS-DEBATTE DARF NICHT FÜR RESTRIKTIVE SICHERHEITSPOLITIK INSTRUMENTALISIERT WERDEN.“

Baden-Württembergische Fanorganisationen reagieren auf Aussage des Innenministers Strobl: 
 

Für uns ist es leider nichts Neues, dass sich im Vorfeld der alljährlichen Innenministerkonferenz (IMK) einzelne Innenminister zu Wort melden und ihre Ideen und Forderungen restriktiver Sicherheitspolitik formulieren – bevorzugt in Bezug zum Fußball und seinen Fans. In diesem Kontext werden wiederkehrend Forderungen nach personalisierten Eintrittskarten laut, auf die ebenso regelmäßig von Fanorganisationen – sowohl öffentlich als auch in Gesprächen – reagiert wird. Gebetsmühlenartig erklären wir seit Jahren, warum personalisierte Eintrittskarten nicht zielführend sind, welche Probleme sich im Hinblick auf Datenschutz ergeben würden und dass solche Maßnahmen eine pauschale Kriminalisierung von Fußballfans darstellen. 

Im Vorfeld der IMK zwischen dem 17. und 19. Juni in Erfurt hat der Baden-Württembergische Innenminister Strobl die oben beschriebene „Tradition“ fortgesetzt. Dieses Mal versucht er personalisierte Eintrittskarten in die aktuelle gesellschaftliche Debatte über Rassismus in unserer Gesellschaft einzubetten. Zunächst stellt er gegenüber der Deutschen Presse Agentur treffend fest: „Es ist absolut inakzeptabel, wenn bei Fußballspielen Rassismus offen zutage tritt, wenn völlig unschuldige Menschen traktiert werden, nur weil sie anderer Herkunft oder Hautfarbe sind“. Diese Aussage unterstützen wir ausdrücklich. Dann verbindet er diese wichtige Botschaft jedoch mit personalisierten Eintrittskarten und suggeriert eine bessere Strafverfolgung, die mit diesem Mittel faktisch nicht gegeben ist. 

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Sonderzug nach Hannover: Rückerstattung Eurer gekauften Zugtickets

Viele KSC-Fans wollten mit uns im “Gegengerade-Express” vor gut sechs Wochen, am 04. April 2020, nach Hannover reisen. Jedoch, das Leben in Europa und auf der Welt stand so gut wie still. Der Fußball von den Amateurligen bis zur Bundesliga pausierte und das Spiel wurde auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Da nun die Liga zwar fortgesetzt wird, aber bekanntlich keine Zuschauer zugelassen werden, haben wir uns dazu entschieden, den Sonderzug nun endgültig abzusagen. Zu Recht stellt ihr euch die Frage: Was passiert mit Euren Tickets?

Ihr könnt die Tickets natürlich zurückgeben und bekommt von uns die 55,00 Euro je Zugfahrkarte zurückerstattet. Hierfür ist es notwendig, dass Ihr uns die Tickets und Eure Bankverbindung an die nachfolgende Postfach-Adresse schickt.

Supporters Karlsruhe 1986 e.V.
– Sonderzugerstattung –
Postfach 3426
76020 Karlsruhe

Sollten die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen zeitnah gelockert werden, ziehen wir es in Erwägung euch auch weitere Optionen der Rückgabe (wie beispielsweise Termine im Fanprojekt) anzubieten.

Wir werden euch dazu über die bekannten Kanäle auf dem Laufenden halten.

Damit wir uns alle möglichst schnell in einem Fußballstadion wiedersehen:
Schützt Euch und andere! Gemeinsam durch die Krise. Bleibt Gesund!

Neuanfang möglich: Der KSC-Präsident tritt zurück

Heute, der 14.05.2020, ist ein weiterer Tag in der Geschichte des KSC, an den man sich auch Jahre später noch zurückerinnert. Ingo Wellenreuther, seit zehn Jahren Präsident des Vereins, hat mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt.

Ganz überraschend kam dieser Schritt nicht, für die meisten jedoch zum heutigen Tag unerwartet. In den letzten Tagen erfuhr Ingo Wellenreuther sehr viel Gegenwind: Zum einen durch das „Bündnis KSC“, welches dem KSC für seinen Rücktritt eine Zahlung von sechs Millionen EUR Eigenkapital gegen den Verkauf von Aktien zur Verfügung stellen wollen. Aber auch Vereinsgremien und Gremienmitglieder haben sich gegen ihn ausgesprochen, ebenso wie auch wir als Fan-Dachverband. Unter dem Namen „Der Neue KSC“ formierte sich eine Mitgliederinitiative mit einer breiten Anzahl an Fans, aber auch Fanclubs, neu und forderten ebenso den Rücktritt von Ingo Wellenreuther, damit er den Weg für einen Neuanfang freimachen kann.

Als ebenfalls ehrenamtlich Tätige und bei aller Kritik danken wir Ingo Wellenreuther an dieser Stelle für die Ausübung des Ehrenamtes in den letzten zehn Jahren. Zehn Jahre, die nicht immer einfach waren. Zehn Jahre, in welchen sicherlich nicht nur von ihm alleine Fehler gemacht wurden. Wir wissen, dass Sie, Herr Wellenreuther dieses Amt immer mit Leidenschaft ausgeübt haben und wünschen Ihnen für die Zukunft persönlich nur das Beste.

Die Aufgabe von uns allen, aber v.a. der im Verein handelnden Personen, ist es nun, die Fehler, welche in der Vergangenheit – nicht nur vom Präsidium! – gemacht wurden aufzuarbeiten. Dies wird nicht von heute auf morgen gelingen, aber: Nun sind die Weichen für eine positive Zukunft gestellt, es wird eine Veränderung geben – eine Veränderung, die wir gerne wie immer kritisch begleiten wollen, die hoffentlich aber auch nur eine Richtung kennt. Nach oben: sportlich und finanziell!

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